Besuch der Bundestagsabgeordneten Sabine Bätzing im Büro HZI

Am 19.05.2011 besuchte die Bundestagsabgeordnete Sabine Bätzing im Rahmen der vom VBI initiierten Aktion “Parlamentarier besuchen Ingenieurbüros““ die Henneker, Zillinger Ingenieure in Bonn.
Nachdem die Gesellschafter Diplom Ingenieur Werner Henneker und Dr.-Ing. Wulf Zillinger das gesamte Leistungsspektrum des Unternehmens vorgestellt haben, welches von der Prüfstatik und Tragwerksplanung über den baulichen Brandschutz und die Bauphysik bis zur SiGeKo reicht, kam als erstes Thema die Problematik bezüglich der Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen (VOF) zur Sprache. Die immer detailreicheren und aufwendiger werdenden Anforderungen der öffentlichen Hand an die Ingenieurbüros bei den Bewerbungen um öffentlich ausgeschriebene Projekte erfordern hohe innerbetriebliche Aufwendungen, wobei aber die Erfolgsaussichten oftmals eher gering bleiben. Eine Novellierung der VOF halten Herr Henneker und Herr Dr. Zillinger für dringend erforderlich, damit Aufwand und Nutzen in einem vertretbaren Bereich liegen.

Auch die neuen Normengenerationen stellen die Ingenieure in Frage. Dies führe zu einer „Normengläubigkeit der Jungingenieure“, die die eigentliche Aufgabe des Ingenieurs, nämlich das Lösen technischer Probleme auf Basis der wissenschaftlichen Ausbildung, eher unterbindet als fördert. Wünschenswert wäre, wenn die praktische Anwendung mehr im Vordergrund stehen würde, so Frau Bätzing, und die Ingenieure selbst die Festlegung der Normen mehr in die eigene Hand nehmen würden. Auch die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge bilden keine europaweit gültige Basis, da auch hier Studienleistungen nicht gleichsam anerkannt werden.
Dem Thema Fachkräftemangel begegnen die Henneker, Zillinger Ingenieure mit Förderung des Nachwuchses durch interne Aus- und Weiterbildung von Ingenieuren und Konstrukteuren sowie der Vergabe von Schüler- und Studentenpraktika.

Ein weiteres diskutiertes Thema war die Energieeinsparverordnung im Zuge der Energiepolitik. Hier wäre mehr Planungssicherheit wünschenswert für die Ingenieure.

Zum Ende des sehr konstruktiven Gesprächs bat Frau Bätzing Ihrerseits um mehr Rückmeldung an die jeweiligen Abgeordneten aus der Praxis, damit der Informationsfluss gewährleistet ist und diese zeitnah tätig werden können. Der Besuch von Frau Bätzing bei den Henneker, Zillinger Ingenieuren brachte für beide Seiten interessante und vertiefende Einblicke in die jeweiligen Tätigkeiten.

Frau Bätzing

Werner Henneker, Sabine Bätzing, Dr. Wulf Zillinger

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